Mittwoch, 25. April 2007

BOF: Rubik`s Wuerfel - Marketing fuer Softwareunternehmen

Der Speaker, Ashley Steele, kündigt an, er will seine Session wirklich als BOF gestalten, also nicht frontal, sondern interaktiv mit vielen Nachfragen und Erfahrungsaustausch.

So wie der Rubik´s-Würfel drei Dimensionen hat, hat auch das Marketing drei Dimensionen:
  1. Zielgruppe: Wem möchte ich etwas sagen?
  2. Inhalt: Was möchte ich den Leuten sagen?
  3. Methode: Wie möchte ich den Leuten das sagen?
Zu 1): Man muss die Probleme der Zielgruppe verstehen, nicht seine eigenen Leistungen in den Vordergrund stellen. Die Zielgruppe lässt sich segmentieren nach a) business - technisch, b) Größe des Unternehmens, c) Marktsegment - was stellt der Kunde her?

Zu 2): Es gibt 4 Phasen, um den Kunden zu gewinnen: a) Generate awareness (blogs, events, news), b) Engage (read a whitepaper), c) Try, d) Convince User. Man muss den Kunden an die Hand nehmen und ihn von Schritt zu Schritt führen. Es muss klar sein, was der Kunde tun soll, und was man ihm verspricht, muss man auch einhalten können.

Zu 3): Man muss die richtigen Kanäle für seine Zielgruppe aussuchen: Blogs für Entwickler, aber nicht für Manager. Man muss Mechanismen haben, um zu messen, ob meine Bemühungen Erfolg haben: Wie viele Downloads habe ich, wie viele Lizenzen verkauft usw. Diese Messungen müssen *vorher* in die Planung einbezogen werden.

Als Fazit wird gezogen: Marketing muss RELEVANT, RELEVANT, RELEVANT sein. Wenn ein CEO auf eine Entwicklerseite gelangt, dann ist er innerhalb von Sekunden wieder weg. Man sollte aber nicht versuchen, alle potenziellen Kunden auf einmal anzusprechen, sondern sich lieber auf die wichtigsten beschränken.

Bei der Fragerunde ergibt sich ein interessanter Punkt: Alle auf der JAX wissen, warum Techologie A besser ist als Technologie B. Aber deswegen darf man auf keinen Fall darauf schließen, dass das für andere Gruppen (z.B. CEOs) auch relevant ist. Unter Umständen muss man denen Sachen erklären, die man für völlig selbstverständlich hält.

Inhaltlich war es für mich nichts relolutionär Neues, aber es schadet natürlich nichts, die wichtigen Dinge immer wieder zu hören. Warum das Ding BOF hierß und was der Unterschied zu einer normalen Session war, bleibt mir verborgen. Aber macht ja nichts.