Montag, 23. April 2007

AgileDay: Scrum: Fallstricke in der Implementierung - Jiri Lundak

Jiri trägt aus der Praxis vor. Der Hintergrund ist Softwareentwicklung für die schweizerische Sozialversicherung.
Früher war dort alles sehr klassisch. Vor 3 Jahren mit Scrum begonnen.

Prolog: Kurze Scrum-Vorstellung.

Episoden:
Gefährliche Degenerationen:
  • Sprints werden verlängert
  • Sprints liefern nichts aus
  • 6-Wochen-Aufgaben für einzelne Entwickler
  • Features werden zu früh fertig gemeldet, sind aber ungetestet
Teilweise wird stur dem Scrum-Prozess gefolgt, ggf. sogar ein Scrum-Handbuch gefordert und Scrum klappt nicht trotz Durchführung aller Praktiken:
--> es kommt halt auch auf das Verstehen der Ideen dahinter an!

Aufpassen, dass durch das Hierarchiedenken nicht der Scrum-Master zum Projektleiter wird. (O-Ton mancher Entwickler: "Verantwortung ist nicht teilbar.")

Aufpassen beim Aufteilen der Entwicklungsaufgaben: Eigentlich alles lässt sich in kleine Teile aufteilen. Aber auch die Zuordnung auf Entwickler sollte so laufen, dass die Kommunikation noch Sinn macht und nicht jeder seine Insel hat.

Psychologiehürden gegen Veränderung bei der Einführung von Scrum: Bequemlichkeit, Ängste etc.

Generell berichtet Juri viel von den Schwierigkeiten der Einführung von Scrum, vor allem, weil viele nicht verstehen, warum sie etwas ändern sollten oder eben nicht wollen.

Epilog:
Scrum ist ein Verbesserungsprozess, kein Softwareentwicklungsprozess!
Aber durch die Transparenz und das Feedback hat man große Chancen.